Cellulite

Früher dachten Frauen beim Betrachten ihrer Oberschenkel daran, daß sie mal wieder eine Orange essen könnten, seit dem Aufkommen der Illustrierten haben sich die Assoziationen verändert und wurden durch massive Werbung weg vom hemdsärmeligen Obsthändler zu den freundlichen Lebensrettern in weißen Kitteln gelenkt, die allerlei sanfte Cremes mit Drahtbürsteneffekt anpreisen. Pharmazie ist einträglicher als der Handel mit Obst. Und auch die Kinder des Obsthändlers würden wie die des Apothekers lieber Pharmazie studieren, statt sich mit Karpologie zu befassen – wenn man sie ließe. 

Männer und Frauen  

Was ist es, was Männer und Frauen grundlegend und unabhängig von allen kulturellen Prägungen unterscheidet? So wird vor allem unter Feministinnen immer wieder gern gefragt. Diese Frage ist leicht zu beantworten. Männer haben einen anderen Körperbau als Frauen. Sie sind größer und physisch stärker. Jenseits aller kulturellen Prägungen aber gab es nur ein Recht: das Recht des Stärkeren. Und alle kulturellen Errungenschaften haben vor allem einen Sinn – je nach Kultur: mehr oder weniger für Ausgleich zu sorgen.

Wenn Frauen in der Nähe sind, reden Männer gleich weniger, und wenn keine Männer in der Nähe sind, reden Frauen gleich viel.

Süddeutsche Zeitung: Eine amerikanische Studie belegt: Männer und Frauen reden gleich viel. 

Wenn man die Studie genauer betrachtet, kann man feststellen, daß es sich ausschließlich um studentische Probanden handelt. Teilnehmer: insgesamt 210 männliche und 186 weibliche Studierende. Alle sind unter 30 und wahrscheinlich die wenigsten verheiratet oder auch nur in festen Bindungen. Was sagt uns das, wenn man ehrlich ist? Nichts Konkretes. Bestenfalls etwas über das Redeverhalten an einer amerikanischen Uni. „Anhand der Aufzeichnungen schätzten die Forscher …“ Mit Wissenschaft hat das Ganze wohl eher weniger zu tun. Ich habe mir angewöhnt, nicht alles ungeprüft zu glauben, was wissenschaftliche Studien angeblich erbringen, dazu hatten wir in den letzten Jahrzehnten zu viele gegensätzliche Ergebnisse. Und was in der Zeitung steht, nun ja … 

Möglich ist vielleicht der Schluß, an einer amerikanischen Hochschule gibt es im studentischen Milieu keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede im Sprachverhalten. Das sagt aber ganz und gar nichts darüber aus, wie es in einer italienischen Kleinstadt oder in einem deutschen Dorf um das Sprachverhalten der Geschlechter bestellt ist. 

Oder wenn man es zum Beispiel astrologisch betrachtet, dann vermute ich mal ganz ohne Studie, daß Männer viel mehr reden als Frauen, wenn es sich bei den Männern überwiegend um widdergeborene Alkoholkonsumenten und bei den Frauen um mehrheitlich abstinente Steinböcke handelt. Daraus kann man jedoch ebensowenig ableiten, daß Männer mehr reden als Frauen.

Wir neigen zu sehr zu voreiligen Schlüssen, wenn es uns ins Konzept paßt. Und sei es nur, um eine angebliche Neuigkeit zu verkünden.

Frauen und Politik

Wenn eine Frau in Deutschland in der großen Politik Karriere machen will, sollte sie sich vorher mit dem Tailleur von Angela Merkel in Verbindung setzen. Und anschließend mit deren Friseur.

Wenn sie nicht gleich einen Termin bekommt, ist sie gut beraten, als Vorübung bis auf weiteres in den ausgelassenen Kommunionsanzug ihres Mannes zu schlüpfen und ordentlich Haxen zu essen, bis sie den Stoff wurstig ausfüllt.

Und Finger weg von Handschuhen.

Über das Verstehen des anderen Geschlechts

Die Behauptung, Männer könnten Männer besser verstehen und Frauen Frauen, ist psychologisch gesehen Angst vor dem anderen Geschlecht und aus philosophischer Sicht mangelnde Einsicht in die ontologische Differenz, Verwechslung von Sein und Seiendem, denn Sein ist als coincidentia oppositorum konstituiert, nicht als Gegensatz seiner Erscheinungen. Die Gegensätze sind nicht das Wesentliche, sondern nur seine sinnlich wahrnehmbaren Hervorbringungen.