Der kosmische Spiegel

Alle Existenz strebt zur Erkenntnis ihrer selbst, zum Wissen über sich selbst. Die Essenz alles Seins ist auf der Suche nach einem Spiegel. Das ist der Grund, warum es die Evolution gibt, warum es uns gibt.

Hirngewitter

Bei genauerer Betrachtung ist so manche neue Erkenntnis nichts weiter als Folge der wiederholten Wiederholung eines Geistesblitzes, der uns seit längerem heimsucht. Manchmal braucht es eine Menge Hirngewitter, bis wir etwas begreifen. Aber es braucht nicht viel, um es wieder zu vergessen.

Erkennen

So wie der Kitzel im Höschen ganz ohne Liebe auskommen kann, so kann auch die Liebe ganz ohne den Kitzel im Höschen auskommen. Kann.

Wenn es in der Bibel heißt: Sie erkannten sich oder besser: einander, dann ist das auf den ersten Blick nur ein schamhafter Euphemismus für sexuelle Aktivität, aber wenn wir es genauer betrachten, sehen wir oft eine zweite Ebene: das intuitive Erkennen der Gleichheit in der Andersheit, der existentiellen Einheit, die Schau des einen im anderen.

Schon in Platons Schöpfungsmythos findet sich der Kern dieses Vorgangs. Das Getrennte ist nur scheinbar verschieden, tatsächlich jedoch sind Mann und Frau jeweils Teil eines vorausgehenden Ganzen und streben danach, wieder eins zu werden.

Was möglicherweise für das principium individuationis insgesamt gilt.

Der Kern aller Liebe.