Von Bärten und Bärtchen

Vor über 25 Jahren hatte ich mal für längere Zeit einen Vollbart, so einen richtig langen. Damals habe ich mich nicht gefragt, wozu das gut sein soll: Sicher war es ein wenig politischer Personalausweis und unterschwellig das beste Mittel, den lästigen Akt des Rasierens zu vermeiden. 

Als der Bart eines Tages fiel, habe ich das als ungeheure Befreiung empfunden, und mir wurde klar, daß ein Vollbart in erster Linie ein Versteck für das Gesicht ist und etwas für ökologisch Bewegte, denen die Pflege seltener Pflanzen und Tierarten am Herzen liegt.

Die Bärtchen, die heute allüberall zu sehen sind, dienen dagegen hauptsächlich dem Zweck, die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich zu ziehen und von den Gesichtern der Träger abzulenken.

Es gibt viele Arten, sich zu verstecken.