Mini-Miszellen 5 – Auch ein Glaubenskrieg

Es ist nicht mehr feierlich, was wir an Propaganda von allen Seiten um die Ohren gehauen bekommen. Ich fühle mich schon länger nicht mehr informiert, sondern nur noch manipuliert. Jetzt wurde in der Ukraine, so wird gesagt, ein mit angeblich über eintausend Menschen gefülltes Einkaufszentrum in Brand geschossen. Man sieht auf einem Bild, wie es brennt. Man sieht aber auch einen fast leeren Parkplatz, auf dem eine Handvoll Fahrzeuge herumstehen. Was sagt uns das?

ARD

20 Antworten auf „Mini-Miszellen 5 – Auch ein Glaubenskrieg

  1. Ich weiß nicht, ob Information gänzlich frei von Manipulation möglich ist. Aber die Tendenz geht steil Richtung einem mehr an gezielter Manipulation, ist auch mein Eindruck.
    Was mir diesers Bericht sagt? Keine Ahnung, es mag plausible Gründe geben, warum da so wenig Fahrzeuge zu sehen sind, die sich aus dem Video nicht erschließen. Vielleicht waren da aber auch wirklich viel weniger Menschen in dem Gebäude, als angegeben… oder sogar der ganze Beitrag ist zusammengeschustert.
    Im ganzen sagt mir das, dass Fehl- und Desinformationskampagnen seit Jahren Früchte tragen und im Grunde jede Information doppelt und dreifach in Frage gestellt werden muss. Ich schätze, wir sind mitten im Informationskrieg angekommen.

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  2. Tja, was sagt uns das. Vielleicht dasselbe wie nach Amokläufen beispielsweise: danach gehen die Leute auch erstmal in Deckung. Oder würdest du dich auf den Parkplatz stellen, um zu sehen, ob vielleicht noch eine Rakete einschlägt.
    Na gut, die Menschen sind ja unterschiedlich.

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  3. Nein, ganz falsch. Auf anderen Fotos kann man in der Nähe des Einkaufszentrums Leute sehen, doch darum geht es nicht. Mich wundert, daß die, wie behauptet wird, über tausend Besucher des Einkaufszentrums alle mit einer Handvoll Pkws in den Laden gekommen zu sein scheinen.

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  4. Normalerweise sieht man zu, daß man schnell wegkommt, denke ich, da ist das Fahrzeug sekundär. Und jeder weiß: Es reicht für ein Chaos auf einem Supermarktparkplatz schon, wenn mehr als drei, vier Autos gleichzeitig in Bewegung gesetzt werden. Deshalb meine Zweifel. Warum gibt es keine Bilder davon? Hatten gerade an diesem Tag alle ihre Handys vergessen? Aber vielleicht werden diese Bilder noch nachgereicht, wenn man passende von einem anderen Ort findet oder noch produziert. Was mir komisch vorkommt: Man traut dem eigenen Nachbarn oder dem heimischen Ordnungsamt nicht über den Weg, aber alles, was der ukrainische Geheimdienst oder der Präsident persönlich erzählt, nimmt man für bare Münze, als hätte Aletheia, die Göttin der Wahrheit, sich in ihnen inkarniert. Ihr Leichtgläubigen. Russische und ukrainische Propagandaspezialisten lügen euch die Hucke voll. Die einen sind nicht besser als die andern.

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  5. Alles am Krieg und an dessen Entstehung ist infam. Der Krieg ist ja nun schon seit 2014 im Gange und wurde seitdem ordentlich von allen Beteiligten geschürt. Infam ist übrigens auch, daß Waffen in Wohngebieten versteckt werden. Auch in geschlossenen Einkaufszentren? Ich weiß es nicht. Wir wissen alle nur, was man uns erzählt. Nie wird so viel gelogen wie im Krieg.

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  6. Dass Waffen in Wohngebieten versteckt werden, dürfte höchstens das russische Narrativ sein.
    Und im Vorfeld wurde der Krieg von niemandem geschürt außer von Putin.

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  7. Nö. In einem Interview in der „FAZ“ vom 6.4.22: Alle Russen sind gerade unsere Feinde“ wurde Botschafter Melnyk darauf angesprochen, daß Waffen in Wohngebieten versteckt werden. Er hat das dort keinesfalls dementiert, sondern den Interviewer auf die zuständigen Stellen verwiesen. Ist aber nichts Ungewöhnliches und wird in allen Kriegen zum Selbstschutz gern gemacht und auch, um den Gegner schlecht dastehen zu lassen. Das zum einen. Zum anderen empfehle ich eine etwas intensivere Beschäftigung mit der kurzen ukrainischen Geschichte. Wenn man auf plumpe Propaganda nicht hereinfallen will, hilft nur tiefergehende Information ohne Scheuklappen. Alle lieb außer Putin ist das Narrativ für die Krabbelkiste.

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  8. Die Frage lautet doch: Was überhaupt macht russisches Militär in einem freien und demokratischen Land, in der Ukraine? Was um alles in der Welt hat es da zu suchen? Und warum hat es Millionen von Ukrainer*innen zu Flüchtlingen gemacht, warum zerstört es eine Stadt nach der anderen ?

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  9. Wie gesagt, beschäftige dich mal mit der ukrainischen Geschichte. Dort findest du die Antwort. Und wenn es darum geht, was allgemein andere in fremden Staaten zu suchen haben oder hatten, dann schau dich mal in der Weltgeschichte um. 😉

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  10. Zwangsbündnis? Ach ja, stimmt, gewisse Kreise in der Westukraine wollten ja lieber gemeinsam mit den Nazis gegen Osten reiten. Hatte ich nicht dran gedacht. Manche wollen das immer noch: Deshalb keine Autonomie für die Ostukraine. Und dann noch die Krim, die altes ukrainisches Gebiet ist seit Menschengedenken … 😉 So, jetzt gibt es noch eine Buchempfehlung: Störl, Russische Geschichte. Solange du nur nachredest, was dir die eine Konfliktpartei erzählt, bist du auch nicht besser als diejenigen, die die russische Progaganda nachplappern. Vernünftige Menschen machen sich selbst ein Bild. Für mich ist die Ukraine genauso undemokratisch und korrupt wie Russland, und der Konflikt ist ein Stellvertreterkrieg zwischen der NATO, mit den USA an der Spitze, und Russland. Bei beiden geht es um nationale Interessen. Die einfachen Menschen in der Ukraine und wir dürfen nur die Zeche bezahlen. Aber ich hab weder Zeit, den Politiklehrer zu spielen noch den für Geschichte. Deshalb war es jetzt das für mich.

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  11. Ja, ich denke auch, dass eine Diskussion mit dir nicht allzu viel Sinn machen würde. Deine geäußerten Theorien halte ich allerdings für falsch.

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  12. Das ist dein gutes Recht. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß meine „Theorie“, wie du es nennst, meine eigene ist und nicht nur der Nachhall der Propaganda einer Seite, sondern auf eigenen Informationen und eigenem Nachdenken über geschichtliche Ereignisse und ihre Hintergründe und dahinterstehende Interessen beruht. Ich bemühe mich um einen vorurteilsfreien Blick auf die Geschehnisse. Es gibt in der Ukraine keinen Kampf Gut gegen Böse. Das will man uns nur weismachen – ganz genauso wie man es den Menschen in Rußland weismachen will, nur mit vertauschten Rollen.

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  13. Bin zufällig auch recht intensiv in dem Thema drin und recht informiert.
    Russlands „Einflussspähre“ ist im Grunde der Wunsch, abhängige Staaten zu haben, wie z.B. Belarus.
    Putin hat in Russland mittlerweile eine Diktatur installiert.
    Wenn man die allgemeinen Menschenrechte richtig findet, muss man diese Staatsform ablehnen – und auch den Versuch, diese Staatsform mit Waffengewalt über demokratische Staaten auszugießen.
    Die NATO ist übrigens nie eine Bedrohung für Putin gewesen. Was eine Bedrohung für ihn ist, ist die Demokratie.

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  14. Hatten wir uns nicht darauf verständigt, die Debatte zu beenden? Jetzt erzählst du mir wieder das, was ich auf allen Medienkanälen Tag für Tag hören kann. Doch so simpel ist die Geschichte nicht. Ich empfehle dir, deine Sicht durch Perspektivwechsel ein wenig zu weiten und die Dinge mal etwas nüchterner zu sehen. Was Menschenrechte betrifft, frage ich mich: In welchem Land wird nicht gegen Menschenrechte verstoßen? Wieso wird eigentlich in den USA die Todesstrafe vollzogen und in Rußland nicht? Und stell dir vor, Julian Assange hätte russische Kriegsverbrechen öffentlich gemacht und nicht amerikanische. Dann säße er nicht im Knast, sondern hielte überall Vorträge und hätte Preise verliehen bekommen. Merkwürdig, daß so viele die Doppelmoral nicht bemerken. So, das war’s hier jetzt aber. Schlußpunkt.

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  15. Scherzkeks. Du greifst die Diskussion wieder auf und wunderst Dich dann, dass ich darauf reagiere.
    Naja, lassen wir das. Du scheinst in deiner Sicht recht tief drin zu sein. Auf die Frage, was russisches Militär in einem freien und demokratischen Land macht, konntest du auch nicht antworten bzw. nur so, dass du behauptest, die Ukraine sei angeblich gar keine Demokratie. Du gibst vor, angeblich unabhängig zu denken, bedienst aber konsequent das russische Narrativ.

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  16. Kleiner Hinweis: Ein Schlußpunkt ist ein Schlußpunkt und kein Wiederaufnehmen der Debatte. Auf meinem Blog habe ich das letzte Wort. Ist daran irgend etwas unverständlich? Wer das nicht akzeptiert, sollte sich auf meinem Blog nicht äußern. Ich finde, daß ich jeden ausreichend zu Wort kommen lasse, aber ich bin nicht bereit, endlos weiterzumachen. Und auf der Basis von „Scherzkeks“ et al. schon mal gar nicht. Ich akzeptiere auf anderen Blogs auch das Hausrecht der Betreiber. Das ist ganz selbstverständlich. Hat es nicht etwas Anmaßendes, auf fremdem Territorium das letzte Wort haben zu wollen. Kleiner Diktator? 😉

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