Rechnen

Man nimmt 40 Milliarden mehr Steuern ein als erwartet oder vielmehr errechnet, war unlängst zu hören. Gestern wurde bekannt, daß einige Hypo-Real-Estate-Banker sich mal eben um 55 Milliarden Euro verrechnet haben. Vielleicht sollte in den Schulen statt der Beschäftigung mit Differenzialrechnung und analytischer Geometrie lieber wieder größerer Wert auf die Grundrechenarten gelegt werden. Auch scheint mir bei den übelerregend hohen Summen, mit denen in der letzten Zeit jongliert wird, ein wenig die Anschaulichkeit zu leiden. Deshalb schlage ich vor, in Finanzverwaltungen und Banken wieder zum Abakus zurückzukehren. Zur Einführung empfehle ich einen Schnellkurs im Kaukasus.

(PS: Dieser Beitrag von 2011 ist aktueller denn je angesichts nicht existierendem Sondervermögen et cetera.)

Eine Antwort auf „Rechnen

  1. Alcide schreibt am 29.10.2011 um 14:42 Uhr:
    ‚Verrechnet‘ ist nett gesagt. Buchführung war mal dazu gedacht sich Überblick zu verschaffen, zu verstehen… bei Banken ist die Bilanz in erster Linie dazu da, dass man nicht mehr versteht, folglich keine blöden Fragen stellt… da kann es schon mal passieren… ach was: um 55 Mrd. daneben… es wäre zum lachen, wenn es nicht so traurig wäre…

    Lyriost schreibt am 29.10.2011 um 16:59 Uhr:
    Ja, Alcide, und Geld war mal als Vereinfachung des Gütertauschs gedacht und nicht als Atemluft für Raffgeier. Habnwer gedacht. 😉

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