Schmerzverschiebung

Eine merkwürdige Strategie der Vermeidung von Verlustgefühlen ist die aktive Inszenierung einer Verlustsituation. Wenn man ihn selber herbeiführt, ist der Verlust kein tatsächlicher und deshalb nicht oder weniger schmerzhaft, so glaubt man. Das ist natürlich ein Irrtum. Der Schmerz kommt nur sehr viel später.

Eine Antwort auf „Schmerzverschiebung

  1. Sarah schreibt am 23.08.2010 um 11:57 Uhr:
    Inzenierung hat definitiv was mit „Theater“ zu tun,
    Verlustsituation inzenieren, …, ist stark zielorientiert, eigentlich meist, um eine Umkehrung selbstherrlich zu provozieren oder auch eigene Verlustängste zu überspielen. Verlust von etwas sehr Liebgewonnenem tut immer sehr weh. Ein Theaterstück kann man jederzeit verlassen, aber das ist immer leichter gesagt als getan.

    Lyriost schreibt am 23.08.2010 um 12:06 Uhr:
    Liebe Sarah, viele unserer Handlungen sind inszeniert, und der Regisseur ist das Unbewußte. Da steige mal aus …

    Liebe Grüße
    Lyriost

    ameparia schreibt am 23.08.2010 um 12:21 Uhr:
    Führt man den Verlust herbei, kann man nicht mehr verlassen werden. Ein Meisterschachzug.

    Lyriost schreibt am 23.08.2010 um 12:42 Uhr:
    Kein Meisterschachzug, eher ein Selbsttor.

    ameparia schreibt am 23.08.2010 um 12:43 Uhr:
    „Meisterschachzug“ war ironisch gemeint.

    Lyriost schreibt am 23.08.2010 um 13:01 Uhr:
    Glaube mir, ameparia, ist gibt jemanden, der das nicht als ironisch betrachtet, sondern diesen Zug als den Gipfel der Stärke ansieht.

    ameparia schreibt am 23.08.2010 um 13:17 Uhr:
    Ich weiß. Nimm einen BPS-Erkrankten, dort ist dieses Handeln und Denken beinahe „typisch“.

    Sarah schreibt am 23.08.2010 um 13:20 Uhr:
    Mag sein, Lyriost, das „Unbewußte“ dürfen wir aber nicht zu arg strapazieren. Um Auszusteigen, wägt man auch Handlungsbreite und Falltiefe ab, das ist eher rationaler Art.
    Liebe Grüße zurück.

    Lyriost schreibt am 23.08.2010 um 13:26 Uhr:
    Ameparia, den Borderline-Verdacht hatte ich schon öfter mal …

    Lyriost schreibt am 23.08.2010 um 13:28 Uhr:
    Sarah, leider ist die rationale Erwägungskultur, wie mir scheint, bei vielen Menschen eher unterentwickelt. Man läßt sich im Strudel der Gefühle gehen oder los …

    ameparia schreibt am 23.08.2010 um 13:32 Uhr:
    Namen sind manchmal gut und hilfreich, etwas zu erklären oder auf den Punkt zu bringen.
    Ändert jedoch nichts daran, sich aus dem Strudel zu befreien und die irrationalen Muster „einfach“ zu durchbrechen.

    Sarah schreibt am 23.08.2010 um 13:49 Uhr:
    Ja Ly, meist bei Frauen, aber das ist ja auch gemocht so wegen eben der Gegesätze, kann aber auch nervenzerreißend werden.

    Sarah schreibt am 23.08.2010 um 13:57 Uhr:
    ameparia, denke so wie du in Bezug auf „irrationale Muster-durchbrechen“, vielleicht können wir Kraft rüberbringen.

    Lyriost schreibt am 26.08.2010 um 11:41 Uhr:
    „Good Will Hunting“.

    Sarah schreibt am 27.08.2010 um 10:47 Uhr:
    Ja, Lyriost, nur wer den anderen mehr liebt als sich selbst, kann einschätzen, was Verlust bedeutet, kenne den Film.
    Liebe Grüße.

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