Pflanzen spielen à la Merz

Baumpflanzaktion Kyrilltor Brilon Petersborn Friedrich Merz
Alberner sind nur noch Kranzniederlegungen, bei denen man im Stehen die Schleifen streichelt. Hier tut man so, als pflanze man Bäume. Tatsächlich wurden die bereits von anderen in den Boden gebracht und natürlich auch von anderen bezahlt, versteht sich. Man sollte von einem Bewerber für ein Bundestagsmandat nicht zuviel erwarten.

Bildquelle: Kristin Sens

Selbstinszeniertes Unglück

Wer nicht mitbekommt, wie wenig ein Mensch braucht, um glücklich zu sein, der ist auf dem besten Weg ins Unglück, wenn er nicht bereits mittendrin steckt. Schwere persönliche Schicksalsschläge werden in derartigen Fällen selbst für extremstes Mißbehagen nicht benötigt, nicht mal leichte. Es reicht eine kleine, nicht als solche empfundene Wahrnehmungsstörung oder eine Gefühlsschwankung vor einem soliden Hintergrund unrealistischer Erwartungen. Wenn dann noch die ebenso tiefe wie falsche Überzeugung hinzukommt, jemand schulde uns was, komme seinen Verpflichtungen jedoch nicht nach, ist das Unglück perfekt. 

Kariert denken

Man muß schon ziemlich klein und kariert denken, um glauben zu können, aus kleinen Karos könne wie durch Zauberei stilistisch Ansprechendes, gar großer Stil entstehen. Aus kleinem Karierten kann man allerbestenfalls große Karos kreieren.

Ohne einen Charakter, der ihn trägt, ist Stil sowieso nur eine alberne Attitüde und löst sich bei genauerer Betrachtung in kleine Karos auf.