Praktische Meditation

Er erwachte
und fühlte sich befreit
denn er hatte
endlich die Leiter
beiseite gelegt.
Nun nahm er die Säge
prüfte mit dem Daumen
das Blatt
es war scharf
und er sägte
und sägte
gutes Holz
für das Feuer
sagte er sich

Er warf alles von sich
das Feuer loderte auf
und wärmte ihn
und er lachte

die Säge aber
behielt er
für alle Fälle
man kann ja
nie wissen

Eine Antwort auf „Praktische Meditation

  1. sternenschein schreibt am 18.07.2007 um 20:36 Uhr:
    Holz saegen, Holz hacken, ja selbst das profane Geschirr abwaschen, es kann alles eine sehr schoene praktische Meditation sein, wenn man es zulaesst.

    Auch das zwanglose, ungebunden Radfahren, hat da etwas ganz besonderes. Den irgendwann fliessen die Gedanken von ganz alleine dahin, und sie nehmen oftmals einen Lauf, den man ansosten so garnicht kennen wuerde.
    Liebe Gruesse

    Monika schreibt am 18.07.2007 um 22:05 Uhr:
    Die Säge, der Notnagel, die Angst vor dem totalen Loslassen – halbseidene Meditation

    Lyriost schreibt am 18.07.2007 um 23:11 Uhr:
    Angst hat, wer sich an Leitern klammert oder auf vorgezeichneten Wegen klebt.

    MOnika schreibt am 18.07.2007 um 23:48 Uhr:
    Das habe ich auch so gemeint. 🙂

    zitieren
    Lyriost schreibt am 19.07.2007 um 00:06 Uhr:
    Ich meine vor allem die Leitern ins „höhere“ Bewußtsein und die sogenannten spirituellen Wege.

    Gefällt mir

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