Satzfäule

Wenn wir in unseren Texten einen schlechten Satz finden, dann wissen wir sofort: Gedankenschlaf. An der Stelle hat der Kopftrommler ein Nickerchen gemacht. Weil unser Denken, besonders das rastlose, zum Sekundenschlaf neigt, müssen wir wieder und wieder hinterherdenken, nach-denken. Denken allein reicht nicht: Es muß auch nachgedacht werden.

3 Antworten auf „Satzfäule

  1. Zwischenweltler schreibt am 11.06.2007 um 10:35 Uhr:
    Dieses Nach-Denken befreit uns jedoch nicht von der Scham, diesen kopflosen Satz bereits ausgesprochen oder aufgeschrieben zu haben.
    Nach-Denken hilft uns nur insofern weiter, wenn es auch in Vor-Denken mündet.

    Lyriost schreibt am 11.06.2007 um 10:58 Uhr:
    Ich sag’s mal mit Herberger: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. 😉

    Jan schreibt am 11.06.2007 um 11:47 Uhr:
    Stimmt. Als hätten wir uns in der Klaviatur vergriffen. Ich muss immer einige Male durchlesen. Also, das ist das mindeste. Hinhauen, das kann nicht gutgehen.

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  2. Nach-denken, ja, nur manchmal passiert es mir dann, dass, wenn ich zu viel nach-denke, ich dann etwas völlig zerdenke, ich das vormals Gedachte (und dieses auch als richtig empfunden habe) plötzlich komplett in Frage stelle, mir irgendwie der Sinn meiner Aussage abhanden kommt.

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