Von Bärten und Bärtchen

Vor über 25 Jahren hatte ich mal für längere Zeit einen Vollbart, so einen richtig langen. Damals habe ich mich nicht gefragt, wozu das gut sein soll: Sicher war es ein wenig politischer Personalausweis und unterschwellig das beste Mittel, den lästigen Akt des Rasierens zu vermeiden. 

Als der Bart eines Tages fiel, habe ich das als ungeheure Befreiung empfunden, und mir wurde klar, daß ein Vollbart in erster Linie ein Versteck für das Gesicht ist und etwas für ökologisch Bewegte, denen die Pflege seltener Pflanzen und Tierarten am Herzen liegt.

Die Bärtchen, die heute allüberall zu sehen sind, dienen dagegen hauptsächlich dem Zweck, die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich zu ziehen und von den Gesichtern der Träger abzulenken.

Es gibt viele Arten, sich zu verstecken.

Eine Antwort auf „Von Bärten und Bärtchen

  1. zartgewebt schreibt am 23.05.2007 um 10:13 Uhr:
    Ja, wenn ich so darüber nachdenke, sollte ich wohl auch mal meine Haare auf den Zähnen kürzen lassen, sind diese doch sehr hinderlich beim Sprechen.

    Sage ich „A“, verstehen doch viele „B“ und schütteln dann oftmals verwundert denn Kopf – wenden sich ab…

    Lyriost schreibt am 23.05.2007 um 19:20 Uhr:
    Bestimmt sagst du „B“ und hast „A“ nur gemeint. Es wird wohl wirklich an den Haaren liegen. Haarige Metamorphose.
    Schöne Grüße buch. Ich meine: auch.

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