Eine Antwort auf „Wollen und Müssen

  1. dkoha schreibt am 21.03.2007 um 09:56 Uhr:
    und zwar völlig
    (frei nach victor von bülow),
    in fachkreisen auch loriot genannt

    Lyriost schreibt am 21.03.2007 um 10:49 Uhr:
    Veni, vidi, vic(c)o!

    dkoha schreibt am 21.03.2007 um 11:57 Uhr:
    :0))….

    JAGODASTA_BUDALA schreibt am 22.03.2007 um 14:12 Uhr:
    woooow… denke nicht ‚ich muss‘ sondern ‚ich will‘, und schon fällt es ein wenig leichter…? 🙂

    Jan schreibt am 22.03.2007 um 19:18 Uhr:
    @ JAGODASTA_BUDALA: „… denke nicht ‚ich muss‘ sondern ‚ich will‘, und schon fällt es ein wenig leichter…?“ – Ja, so. Es ist wie mit den Kindern und dem Gemüse. Manchmal muss man sich zwingen.

    grotesk schreibt am 26.03.2007 um 01:59 Uhr:
    … die Grenzen unseres Verstandes zu erkennen und zu lernen, auch das an zu nehmen, was wir uns eigentlicht nicht gewünscht haben. Gelegentliche Verwirrung sei uns dabei unbenommen.
    Ergo, achte auf Deine Wünsche. Sie können in Erfüllung gehen.

    Lyriost schreibt am 26.03.2007 um 11:19 Uhr:
    „Sie müssen sich zwingen.“ https://www.youtube.com/watch?v=aUcj_Yvp2Co
    :-))))

    Q10 schreibt am 26.03.2007 um 13:40 Uhr:
    nicht immer gelingt dieser spagat vom wollen sollen zum können dürfen …..

    Lyriost schreibt am 26.03.2007 um 14:49 Uhr:
    @ Q10 Ja, ja, Spagat ist eine schwierige Übung. Ich beherrsche sie leider nicht. Aber ich bekomme immerhin meine Füße auseinander, so daß ich nicht gar so verkrampft in der von fremdem Wollen bevölkerten Gegend rumstehen muß.

    Jan schreibt am 27.03.2007 um 18:08 Uhr:
    Großen Dank für den Kalbshaxenlink!

    LittleLunaticGirl schreibt am 28.03.2007 um 02:20 Uhr:
    Es erleichtert auch manchmal alles ungemein, zu erkennen, dass es an gewissen Orten keinen Einfluss hat, was wir wollen oder zu müssen glauben, dass einfach nur zählt, was ist oder was gewollt ist oder was gemusst wird.
    😉

    Lyriost schreibt am 28.03.2007 um 11:01 Uhr:
    „Wir sind zwar frei zu tun, was wir wollen, aber nicht zu wollen, was wir wollen.“ Sagte Schopenhauer.

    noetos schreibt am 12.04.2007 um 11:23 Uhr:
    „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.“ korrigierte Hegel. Ich denke, damit hat er Schopenhauers Problem nicht gelöst, aber obsolet gemacht.

    Lyriost schreibt am 12.04.2007 um 12:01 Uhr:
    Abgesehen davon, daß ich, wie Schopenhauer, Hegel nicht sonderlich schätze und daß das Zitat in diesem Wortlaut von Engels stammt (und nicht von Hegel), sehe ich hier keine „Korrektur“, denn wenn unser Wollen determiniert ist, ist es das mit (einer gewissen) Notwendigkeit. Folge der Einsicht in die Notwendigkeit wäre demnach ein Sichfügen ins Unabänderliche, nämlich das zu wollen, was wir müssen. Wie oben gesagt. Mit Freiheit hat das allerdings wenig zu tun.
    Obsolet scheint mir eher der naive Glaube an so etwas wie „Freiheit“.

    noetos schreibt am 12.04.2007 um 12:19 Uhr:
    Nunja. Ich habe auch im Blog „Hegel und ich“ festgestellt, dass Sie ihm vornehmlich ein gekonntes Spiel mit Equivokationen zubilligen würden. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass es so viel Zeit kostet, Hegel zu verstehen, dass man gemeinhin nicht bereit ist, sie aufzubringen, wenn man nicht überzeugt ist, dass es die Mühe wert ist. Und bevor man diese Zeit nicht aufgewendet hat, glaubt man es auch nicht. Dies erklärt vielleicht, warum Hegel gegenwärtig vielleicht weniger retzipiert wird, als er es m.E. verdienen würde.

    beste Grüße

    noetos

    noetos schreibt am 12.04.2007 um 12:39 Uhr:
    Zusatz:

    „Obsolet scheint mir eher der naive Glaube an so etwas wie ‚Freiheit‘.“

    Ob dies ein Glaube ist, ob er naiv oder obsolet ist, hängt daran, wie man Freiheit versteht. Verstehe ich unter Freiheit die Möglichkeit auch gegen meinen eigenen Willen zu handeln, ist dieses Konzept naiv. Verstehe ich darunter eine Entität, die auf mysitsche Art mit meinem Gehirn verbunden ist, ist es sicher ein obsoleter Glaube.

    Das diese Interpretationen von „Freiheit“ aber gescheitert sind, heißt nicht, dass es soetwas nicht gibt…

    noetos

    Lyriost schreibt am 13.04.2007 um 09:40 Uhr:
    Wenn man genug in Mülltonnen nach den Perlen gekramt hat, die so manche Herren Philosophen zu ihrer Belustigung und zur Abgrenzung vom gemeinen Volk hineingeworfen haben, merkt man irgendwann, daß diese Suche nicht nur schmutzige Hände macht, sondern auch Lebenszeit kostet. Deshalb ziehe ich heute die Denker mit der klaren Sprache entschieden vor. Hegel gehört nicht zu diesen Klaren.

    Und „Freiheit“, ja, das ist wohl einer der am meisten mißbrauchten Begriffe, und es kommt auf die perspektivische Sicht an, aus der man dieses Abstraktum betrachtet.

    Ich glaube nicht, daß wir auch nur frei sind zu denken. Dazu sind wir alle zu sehr vorgeformt, und unser Gehirn funktioniert nach Prinzipien, auf die wir wenig bis gar keinen Einfluß haben.

    Und selbst wenn wir Drogen nehmen, ändert sich daran grundsätzlich nichts, sondern es wird nur verstärkt, was ohnehin angelegt ist. Schönen Gruß.

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