Über Idioten II

Daß ich meine Mitmenschen, außer beim Autofahren, in Normale, Idioten, Halbidioten und Vollidioten klassifizierte, liegt bereits Jahrzehnte zurück und hatte etwas mit jugendlichem Leichtsinn und mangelnder Erfahrung zu tun und natürlich mit pubertärer Selbstüberschätzung.

Heute neige ich nicht mehr dazu, andere in solche Rubriken einzuordnen (schon gar nicht in Verbindung mit Prozentzahlen), weiß ich doch, daß auch beim größten Idioten hin und wieder ein genialer Geistesblitz die Öde erhellt und quer durch alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten genau wie bei mir selbst immer wieder mal idiotisches Verhalten zu besichtigen ist.

Sicher, wenn man sieht, daß ein großer Teil der Menschen merkwürdige Ansichten und einen bizarren Geschmack hat, mache ich mir so meine Gedanken. Aber zur pejorativen Kategorisierung lasse ich mich nicht hinreißen, denn ich weiß genausowenig wie alle anderen, was normal ist und was nicht. Gesellschaftliche Normen sind bei dieser Frage eher irreführend, da sie schwankend sind und nicht durch unvoreingenommene Betrachtung gewonnen, sondern konventionelle, arbiträre Festlegungen.

Wahrscheinlich aber scheint mir, daß der Prozentsatz an Idioten bei denen am größten ist, die andere als Idioten betrachten, sich selbst jedoch nicht.

Eine Antwort auf „Über Idioten II

  1. perenike schreibt am 20.01.2007 um 19:37 Uhr:
    lol – guter gedanke mit normal. ich weiss eigentlich auch nicht, was normal ist. ist wohl wirklich definitionssache.
    aber nix gegen idioten – hmmm – wie definiert man idiot? – ist doch eher eine subjektive kategorie?
    auf jeden fall – wer denkt, dass andere idioten sind – der ist hochgradig unterhaltsam – hihi und solche leute kann ich mit idiotischen fragen immer soooooooooooooo schoen nerven. ich mag die 🙂
    ja – und ich mag leute, die immer recht zu haben glauben – da kann ich dann stundenlang zuhoeren – und mich wundern 🙂

    MissTik schreibt am 24.01.2007 um 11:46 Uhr:
    Ich gestehe den Begriff „Idiot“ in Verbindung mit meinen LUzifer-Einträgen schon oft verwendet zu haben, offen gesagt blogge ich stets aus einer gewissen Stimmung heraus und reagiere meist emotional auf das „idiotische“ Verhalten meiner Mitmenschen bzw. Kunden, vor allem, wenn mehrere wie auf einer Perlenschnur aneinander gereihet Idioten meine Nerven auf die Probe stellen. Durch deinen Eintrag fühle ich mich nun gezwungen mir eine andere Bezeichnung für diese Störfaktoren für mein ansonsten beschauliches Leben einfallen zu lassen. Danke für den Denkanstoß…

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