Pferdefuß

Wer es unternimmt, mit Hilfe der Sprache zu einer endgültigen, unangreifbaren Aussage über die Realität zu gelangen, zu objektiver Wahrheit, der muß scheitern, sei es, indem er begänne zu stammeln, sei es, daß er versuchte, ein Pferd ohne Füße zu reiten.

Nicht mal im Koan der Zen-Mönche (das nur als Anregung dient und keine objektive Wahrheit transportiert) wird die Logizität der Sprache aufgehoben, denn Antilogizität ist nur eine Spiegelung der Logizität und damit von ihr abhängig, also genaugenommen eine von deren Formen.

Sprachen und deren inhärente Logik sind nichts weiter als (zu entziffernde) Zeichen am Straßenrand, damit wir Hermeneutiker uns nicht ständig verlaufen.

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