Über Einstiegsdrogen

Nachdem unlängst nachgewiesen wurde, daß Cannabis-Dauerkonsum die Hirnstrukturen verändert, was vermutlich viel stärker ausgeprägt beim gewohnheitsmäßigen Lesen der Bildzeitung oder bei Fernsehdauerberieselung der Fall ist, wird jetzt mit Hilfe einer schwedischen Studie, bei der man Ratten das Zigfache der normalen THC-Dosis injiziert hat, um sie dahin zu bekommen, wo man sie hinhaben wollte, wieder mal glauben gemacht, Cannabis sei eine Einstiegsdroge für Heroin.

Einen Vergleichstest mit Alkohol gibt es meines Wissens nicht. Was es aber gibt, ist die Flut von Werbung für alkoholische Getränke und Millionen aktive Alkoholiker mit ihren Familien und ungeheurem negativen Output für sich selbst, ihre Umgebung und die Gesundheitssysteme.

Gegenüber diesem legalen Elend wirkt die Kriminalisierung des Haschischkonsums lächerlich und ist für mich nicht nachvollziehbar, und man fragt sich, welche Hirnstruktur bei der Bewertung der Cannabis-Folgeerscheinung als die normale Referenzstruktur betrachtet und zum Vergleich herangezogen wurde: etwa die eines durchschnittlichen, bebilderte Zeitung lesenden Alkoholikers? Oder vielleicht die von Otto Waalkes?

Und noch was: Haben wir nicht gerade erst gehört, daß sich der Gebrauch von Handys verändernd auf die Struktur der Hirnströme auswirkt? Von einem Verbotsantrag habe ich jedoch nichts gehört.

Anmerkung: Nichts gegen Otto Waalkes, sein Sid gehört neben Monty Python zum Ulkig-Genialsten, was ich kenne, aber ist sicherlich nicht Ausdruck dessen, was allgemein als normale Hirnstruktur angesehen wird. Überhaupt sollte man erst mal klären, was eine normale Hirnstruktur ist. Wenn man sich die Aussagen so mancher Politiker anhört …

7 Antworten auf „Über Einstiegsdrogen

  1. Also….als jahrzehnte langer konsument ….auch von harten drogen….muss ich mal meine persönliche sicht der dinge mitteilen…ganz sicher ist cannabis keine einstiegsdroge für Heroin….das sind „Äpfel und Birnen“….ABER:::: meist ist cannabis die erste möglichkeit….sozusagen auf Knopfdruck….seine seelenbefindlichkeiten zu verändern….und da wir schnell lernen…wie zuverlässig…irgendwelche Mittel uns diesen dienst erweisen….hören wir auf…diesen zustand durch Geduld…üben und praktizieren langsam zu verändern….wir gewöhnen uns an all die knöpfe…die sofort und ohne jede mühe funktionieren….upp….and down….and upp….and so on…Hier sehe ich die eigentliche gefahr beim einsatz von marijuhanna …..vor allem in jungen Jahren….keiner will mehr etwas dafür tun….sich zu verändern…..sonder bedient dann halt sein Lebenlang nur die knöpfe….sucht ist tückisch…. meine einstiegsdroge war übrigens schlafen….bzw…träumen….von einer welt….wie sie nicht ist… love and peace

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  2. Kanada hat neulich Cannabis legalisiert. Anders ist die territoriale Nachbarschaft einer barbarischen Horde, dessen liberalere Bevölkerungsschichten sich mittlerweile auch permanent mit THC betäuben, für weite Teile der einheimischen Bevölkerung wohl nicht mehr zu ertragen.

    Interessanterweise sind die Hardcoreamis im mittleren Westen, das Wahlvolk der falsch frisierten Mandarine, gar oft ganz legal auf Heroin, welches allerdings dort den Deckmantel des Schmerzmittels trägt.

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