Eine Antwort auf „Ein Tröpfchen Schwermut

  1. zartgewebt schreibt am 09.04.2006 um 20:17 Uhr:
    Ja, das Wort „WEICH“ im Zusammenhang mit der Melancholie, gefällt mir sehr gut!

    Ich könnte auch noch die Wörter „WOHLIG“ und „WARM“ anfügen, denn ich empfinde die Melancholie nicht unbedingt als tieftraurig oder mich auf den Boden drückend.

    Ich sehe die Melancholie eher als ein „gewilltes“ Abrufen intensiver Gefühle, ein Schwelgen in geheimen Sehnsüchten, ja mitunter auch als ein willentlich herbeigeführtes Abrufen gestauter Tränen um Blockaden zu lösen…gleich einem „Gefühlsbad…nicht zerstörerisch sondern immer positiv besetzt!

    Melancholie ist steuerbar – ich bin ihr nicht ausgeliefert – ich kann mich ihrer bedienen……

    😉

    reality schreibt am 11.04.2006 um 09:11 Uhr:
    habe nicht Bedienung gerufen und bin doch bedient worden.

    Lyriost schreibt am 11.04.2006 um 09:24 Uhr:
    Vielleicht sollten wir uns selbst bedienen, damit wir nicht bedient werden. In diesem Sinne schützt ein wenig Melancholie möglicherweise mehr vor Depression als eine gezwungene Permanentlustigkeit.

    reality schreibt am 11.04.2006 um 13:49 Uhr:
    na dann habe ich genug Schutz, denn wenn ich traurig bin, dann drücke ich es auch aus.

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