Über Ich-Setzung

Ich-Setzung als Selbst-Definition, genau das ist es, was ich mit Selbst-Täuschung meine. Ich will es mal mit einer philosophischen Anekdote veranschaulichen, die mich immer wieder zum Lachen reizt: Nach seinem Tod fand sich in Schopenhauers Bibliothek das Exemplar einer Fichte-Ausgabe, in der Schopenhauer immer dann einen Stuhl an den Rand gezeichnet hatte, wenn es bei Fichte hieß: »Das Ich setzt sich.«

Klarer und humorvoller kann man den unsinnigen Wunsch des Ich, sich über den ganzen Menschen mit seinem Getriebensein zu erheben, nicht der Lächerlichkeit preisgeben. Eine Ich-Setzung, die von der Abgründigkeit und Getriebenheit des Menschen abstrahiert, ist nichts weiter als die Schaffung eines Windbeutels mit Über-Ich-Kruste.

2 Antworten auf „Über Ich-Setzung

  1. Das Wort heißt BEZWEFIEREN.
    Schauen Sie nicht ins Wörterbuch.
    Es ist noch zu neu fürs Wörterbuch.
    Trotzdem merken Sie sich lieber, was es bedeutet.
    BEZWEFIEREN.
    Das machen wir mit Ihnen.

    John Brunner – Morgenwelt

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  2. chero schreibt am 02.06.2005 um 11:50 Uhr:
    Peng.

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 12:07 Uhr:
    So isser.

    enne schreibt am 02.06.2005 um 12:16 Uhr:
    und manche bepuderzuckern sich den windbeutel mit reichlich vanillezucker. aber auch das darf man manchmal,finde ich.

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 12:22 Uhr:
    Ich auf dem Stuhl neige dazu, mir und andern fast alles zu gestatten, aber ich denke manchmal darüber nach oder lasse nachdenken, was ich mir gestatte, und auch, was andere sich gestatten. Und danach wieder: Vanillezucker in jeder Form und Kombination. Gierig zuweilen, ich gestehe es gerne ein.

    enne schreibt am 02.06.2005 um 12:38 Uhr:
    ein-und zu-gestehen. so meinte ich es, ja.

    und gier kann durchaus auch 1 tugend sein,wenn man aufhört,aus angst vor dem wort schon 1 katheter vorbeugend zu legen,um nicht neben den stuhl zu pinkeln.

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 12:41 Uhr:
    wie ordinär 😉

    enne schreibt am 02.06.2005 um 12:41 Uhr:
    extra. 😉

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 12:46 Uhr:
    Ein Bild von erstrebenswerter Ganzheitlichkeit: der ordinäre Ordinarius.

    chero schreibt am 02.06.2005 um 13:08 Uhr:
    Jetzt wüsst ich bittschön nur noch gerne, wen du nachdenken lässt, was du dir gestattest. Du wirfst mein ganzes Bild von dir über den Haufen, LGWLy.
    zitieren
    enne schreibt am 02.06.2005 um 13:13 Uhr:
    *g*

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 13:17 Uhr:
    Das freut mich, chero, wenn Bilder wackeln, ist Bewegung, und Bewegung ist gut für den Menschen. Und nachdenken lasse ich sowohl von unterschiedlichen internen Instanzen wie auch außerhalb, zum Beispiel bei dir.

    chero schreibt am 02.06.2005 um 13:20 Uhr:
    Oh ja, da bist du auf einem guten Weg und sorgst also auch weiterhin für genügend Bewegung.

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 13:30 Uhr:
    Also: Gib dir Mühe. 😉

    chero schreibt am 02.06.2005 um 13:36 Uhr:
    Bin richtig aufgeregt.

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 13:38 Uhr:
    Das ist ja so selten nicht. *g*

    chero schreibt am 02.06.2005 um 13:54 Uhr:
    Das kannst du jetzt aber nicht wissen, wie häufig das bei mir vorkommt, und vor allem, welcher Art meine Aufregung ist.

    Für mich Fühlen lasse ich noch nicht. Andererseits … wäre ausprobierenswert.

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 13:58 Uhr:
    … und z.B. mir deine unangenehmen Dinge rüberschieben zum Durchfühlen, das könnte dir so passen. 🙂

    DarkHoneyLady schreibt am 02.06.2005 um 14:02 Uhr:
    Windbeutel, aha, aufgeblasener Süßkram aus abgebranntem Teig, ganz schon ausgekocht. Und dann noch als Umhüllung für Füllung aller Art, vielseitig, variabel und als Trägermasse geschmacksneutral…interessant…

    Es muss gar nicht immer nur die reine Sahne sein, bei diesem Spritzgebäck…

    Lyriost schreibt am 02.06.2005 um 14:11 Uhr:
    Was würde wohl Altvater Freud zu diesen Windbeuteleien sagen?

    DarkHoneyLady schreibt am 02.06.2005 um 14:13 Uhr:
    Wer weiß schon, was der olle Siegmund wirklich gedacht hat, wenn er mit sich allein war und einfach mal unbeobachtet auf der Couch lag…

    chero schreibt am 02.06.2005 um 14:14 Uhr:
    Also, ich hab schon zu tun, wenn du meine Gedanken herumwälzt und sie mir total verdreht wieder vor die Nase schiebst. Von dir lasse ich mir nichts durchfühlen, nee.

    Aber ich lasse dich so manches fühlen, bestimmt. 🙂

    chero schreibt am 02.06.2005 um 14:20 Uhr:
    Altvater Freud hätte von uns bestimmt ne Menge gelernt.

    DarkHoneyLady schreibt am 02.06.2005 um 14:27 Uhr:
    Oh ja, chero, und vielleicht wäre er hoch erFREUD gewesen…

    enne schreibt am 02.06.2005 um 14:37 Uhr:
    ich bin sicher, er wäre. sehr sicher. das ist ganz köstlich.

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