Wahrheit

Reine Wahrheit
Lavagestein
Legierung
aus Schatten
und Licht
im Nebelgewölbe
zeitlos im Stundengewand.
So rein wie die Nacht
nach Gewitter.
Wie hält man
das Feuer
in der Hand?
Dann besser
die einfache Wahrheit
die Lüge
nichts ist so kühl
wie die Lüge.
Und so klar

Und klaglos lächelt die Sonne

Heulend saugen
die Pumpen
das Blut aus
den Katakomben
vergessener Höllen
zerren Vorzeitkadaver
hervor zu beleuchten
die Foltergruben
kreisender Zeiten.
Schwarz färbt
die Lunge
des Meeres
der Rauch
der Geschichte
und schuldlahme
Flügel flattern hilflos
im klebrigen Schlamm
ihrer Ahnen
sinnlose Opfer im
haltlosen Strudel
der Aggregatzustände
Beulen der Pest
im Miasma
der Epochen

Geburtsfehler

Eingetreten
in die Höhle des Scheins
als wäre es die
Halle des Seins
durch die
falsche Tür.
Gelockt von den
gläsernen Glocken
dem Klang gefolgt.
Zu spät
das Erstaunen
der Blick zurück
zu der Tür
ohne Klinke.
Und die Fenster
mit Steinen verhängt.
Dahinter die
Nacht und die
Fratzengesichter.
Ruhe bewahren.
Vielleicht nur
ein Traum